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1. Mannschaft verliert Derby gegen Pfedelbach mit 0:3

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15. Oktober 2018

1. Mannschaft verliert Derby gegen Pfedelbach mit 0:3

Dreimal durfte Marc Hofacker am Samstag seine Lieblingsmelodie anstimmen. Dreimal ließ der stellvertretende Abteilungsleiter des TSV Pfedelbach die ersten Takte von „Song 2“ (Blur) erklingen – für jedes Tor seiner Mannschaft. Und das mit Genuss. „Wann gewinnt man schon in der Landesliga gegen Öhringen“, meinte er grinsend. „Das hat es ja noch nie gegeben.“ Ja, es war eine Premiere vor rund 700 Zuschauern. Und sie wurde vom Pfedelbacher Bürgermeister mit einer Kiste Bier belohnt. Es sollte nicht die einzige bleiben, die sich die Pfedelbacher gönnten.

Der 3:0-Derbysieg gegen die TSG Öhringen war völlig verdient. Es war unter dem Strich ein unspektakuläres, faires Nachbarschaftsduell, in dem den Gastgebern eine durchschnittliche Leistung zum Triumph reichte. „Die Jungs haben mir versprochen, dass sie mir den Derbysieg zum Geburtstag schenken“, sagte Pfedelbachs Trainer Martin Wöhrle, der am Freitag 42 Jahre alt wurde. Seine Jungs hielten Wort.

Die Öhringer hingegen blieben vieles schuldig. Trainer Wolfgang Guja war bedient. „Eigentlich habe ich heute keine Worte. Ich muss schnell heim“, sagte TSG-Coach Guja. „Ich komme nicht klar damit. Man kann immer einen schlechten Tag haben. Aber mir geht es um den Charakter und ob ich mit dem Kopf bei der Sache bin. Wir waren mit allem möglichen beschäftigt, aber nicht mit dem Fußball spielen.“

Bei den Öhringern kam bis zum Schluss keine Derbystimmung auf. Sie kamen über 90 Minuten zu keinen klaren Torchancen, zeigten kein Aufbäumen, nur ganz wenig Kampfgeist. Schon nach dem 0:1 schienen sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben. Sie haderten mit dem Schiedsrichter, der eine etwas kleinliche Linie fuhr, die Partie aber im Griff hatte. Sie ärgerten sich über sich selbst. Viele Fehler im Spielaufbau hemmten den Fluss. Dazu schlich sich wieder die Schwäche bei Standards ein.

Bis zur 35. Minute war das Derby ein Abtasten. Beide Teams hatten Respekt. „Wir hatten in der ersten Halbzeit Angst. Es war ein schlechtes Spiel“, meinte Guja. Dann drosch Pfedelbachs Markus Schilling einen Freistoß in die Mauer, der Öhringer Befreiungsversuch landete bei TSV-Torhüter Dennis Petrowski, der den Ball sofort wieder in die gegnerische Hälfte beförderte. Nach einer Verlängerung ging dann Marco Rehklau durch, ließ Nicolas Braun keine Chance und schob zur Führung ein. Zum ersten mal erklang „Song 2“, gefolgt von Helene Fischers „Phänomen“, der Torhymne für Rehklau-Treffer. Der Pfedelbacher Druck nahm nun zu.

Sollte es so etwas wie neuen Öhringer Mut in der zweiten Halbzeit gegeben haben, wurde er in der 48. Minute sofort wieder gestoppt. Nach einer Freistoß-Hereingabe landete der Ball bei Rehklau – 2:0. Auf den Tor-Doppelpack folgte wieder der musikalische Doppelpack.

Danach blieb die TSG ideenlos und zu langsam im Spielaufbau. Nur einmal musste Petrowski eingreifen. Und dann durfte Hofacker ein letztes Mal zu Blur greifen. Der Ex-Öhringer Michael Blondowski setzte in der 86. Minute den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand. Und zwar in Überzahl. Philipp Schropp (82.) musste mit Gelb/Rot vom Feld. Unnötig, denn der Öhringer hatte sich die erste Verwarnung eingehandelt, weil er den Ball wütend auf den Boden warf. „Wir haben die entscheidenden zwei, drei Fehler weniger gemacht“, meinte Blondowski. „Wir waren einfach disziplinierter, besser, wacher. Wir sind mit dem Druck besser klar gekommen, waren nicht so blockiert.“ Und Schilling fügte hinzu: „Wir haben auch zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Wir können uns aber auch nur selbst schlagen. Wenn wir funktionieren, ist es schwer gegen uns.“ Am Samstag funktionierten die Pfedelbacher, die Öhringer eben nicht.

Nach dem vierten Sieg in Folge haben sich die Pfedelbacher in Richtung Landesliga-Mittelfeld abgesetzt. Die Öhringer sind nach vier sieglosen Partien mitten im Abstiegskampf angekommen.

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