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1. Mannschaft kann Serie nicht ausbauen

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19. März 2018

1. Mannschaft kann Serie nicht ausbauen

Gut wenn man einen Andreas Mayer hat. Den 3:1-Sieg des 1. FC Normannia Gmünd am Samstag gegen die TSG Öhringen nur an der individuellen Klasse des Ex-Profis festzumachen, wäre seinen Mannschaftskollegen gegenüber ungerecht. Aber der Mittelfeldspieler, der unter anderem in der Regional- und 2. Liga für die TSG Hoffenheim spielte oder für den VfR Aalen sowie den TSV Crailsheim, machte in den entscheidenden Situationen den Unterschied aus. Die Gmünder Führung bereitete er vor, den dritten Treffer erzielte er selbst. An der Schlüsselszene des Spiels war Mayer allerdings unbeteiligt. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff wollte Öhringens Torhüter Ruben Götz nach einem Rückpass klären, Felix Bauer hielt den Fuß rein und der Ball prallte von dort ins Netz. Es war das 2:0 für die Normannen – ein herber Rückschlag für die TSG zu einem ganz bitteren Zeitpunkt. „Das war ein Nackenschlag“, sagte der Sportliche Leiter Jürgen Birkert. „Insgesamt war die Entstehungsgeschichte aller drei Gegentore frustrierend.“

Da war Treffer Nummer eins in der 33. Minute. Andreas Mayer schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld genau auf Daniel Stölzel, der sich im Luftkampf gegen Joachim Rup behauptete – 0:1. Überhaupt war beinahe jeder Standard von Mayer gefährlich in den Öhringer Strafraum geflogen. Da war der ärgerliche Treffer Nummer zwei und schließlich das 0:3. Ein Geistesblitz von Mayer, bei dem er ein feines Füßchen bewies. Die Öhringer konnten nicht richtig klären, der Ball fiel dem 37-Jährigen vor den Fuß, der blickte kurz nach oben und schlenzte passgenau ins Eck. 58 Minuten waren da gespielt. Doch auch danach gaben die Öhringer keineswegs auf, sie glaubten bis zur letzten Sekunde daran, noch etwas bewegen zu können.

Aus dem Spiel heraus gab es nur wenige Möglichkeiten. Beide Teams lieferten sich einen Abnutzungskampf im Mittelfeld. Viele Zweikämpfe, wenig Raum. Die TSG begann engagiert mit viel Tempo und Aggressivität. Gmünd wirkte vom Auftreten etwas überrascht, konnte kein Aufbauspiel aufzuziehen. Erst nach rund zehn Minuten kam der neue Verbandsliga-Dritte besser in Tritt und bemühte sich um Spielkontrolle. Chancen blieben Mangelware. Ein Schuss von Volkan Demir (21.) flog knapp am Gmünder Gehäuse vorbei. Aus 18 Metern zielte Simon Knecht (32.) etwas zu ungenau. Dann zirkelte eben Mayer den Freistoß passgenau auf Stölzel (33.). Er verpasste in der 41. Minute erneut einen Mayer-Freistoß nur knapp mit dem Kopf. Dann kam Götz (44.) kurz vor dem Pausenpfiff in Bedrängnis.

„Wenn du mit einem 0:1 in die Halbzeit gehst, ist das ganz was anderes als so“, sagte Trainer Wolfgang Guja. „Da kannst du ein, zwei Dinge korrigieren und weitermachen.“ Der Coach korrigierte, die Öhringer machten weiter und kamen mit viel Schwung aus der Kabine, hatten aber noch keine klare Möglichkeit auf den Anschlusstreffer. Dafür wurde die TSG prompt von Mayer (59.) kalt erwischt. Kurz nach dem 0:3 hatte Demir (63.) den ersten Öhringer Treffer auf dem Fuß. Doch Stölzel rettete auf der Linie. Als in der 69. Minute der Gmünder Simon Knecht mit Gelb/Rot vom Platz musste – eine überharte Entscheidung übrigens nach einem Zweikampf – nahm der Öhringer Druck zu, weil die Gäste noch eine Weile mit dem Platzverweis haderten. Doch Demir gelang in der 74. Minute per Kopf im Anschluss an einen Eckball nur noch der Treffer zum 1:3-Endstand.

„Es gab schon glücklichere Wochenenden“, sagte Birkert. Ansichtssache. Für Gmünd war es ein glückliches Wochenende. Die anderen drei Spitzenteams Ilshofen (0:2 gegen Essingen) sowie Hollenbach und Dorfmerkingen – 1:1 im direkten Duell – patzten. Damit stehen die Normannen nun auf Rang drei und haben nun wieder alle Chancen im Aufstiegskampf.

Die Öhringer haben trotz des Rückschlags noch alle Möglichkeiten im Abstiegskampf. „Kleine Dinge, die sich durch das gesamte Spiel gezogen haben, waren entscheidend“, meinte Birkert. „Aber es war ja klar, dass mal wieder ein Spiel kommt, in dem es nicht so läuft. Im Prinzip ist aber nichts passiert. Wir haben gegen eine Spitzenmannschaft verloren.“ Mut macht der mutige Auftritt einer Öhringer Mannschaft, die über 90 Minuten viel gearbeitet und gekämpft hat. „Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen. Gmünd war sehr abgezockt, schwer zu bespielen. Die waren taktisch sehr gut und haben die Räume eng gemacht“, sagte Birkert.

So machte der feine Fuß des Ex-Profis in einem Spiel der Kleinigkeiten den großen Unterschied in den entscheidenden Situationen aus. Ansonsten ragte er nur wenig aus einer homogenen Mannschaft heraus.

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